Pressemitteilung
Schwalbacher Verschönerungsvereins e.V.
Vandalismus an der „Großen Frau“ – erneuter Schaden an öffentlichem Kunstwerk. Mit Bestürzung musste der Schwalbacher Verschönerungsverein feststellen, dass die Bronzeskulptur „Die Große Frau“ vor der Alten Schule in der Schulstraße 7 Ziel von Schmierereien geworden ist. Unbekannte beschmutzten das Kunstwerk und bemalten es mit roter Farbe.
![]() |
| Detail, Skulptur-Die Große Frau-in Schwalbach |
![]() |
-Die Große Frau- Künstlerin Carin Grudda by Galerie Elzenheimer
|
Besonders bitter: Erst vor wenigen Monaten war dieSkulptur der Künstlerin Carin Grudda mit großem zeitlichen Aufwand und erheblichem Engagement ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer aufwendig gereinigt und fachgerecht aufgearbeitet worden.
Auch für den Verein waren damit nicht unerhebliche Kosten verbunden. Die erneute Beschädigung sorgt daher für große Enttäuschung und Unverständnis bei allen Beteiligten. Leider handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Bereits in der Vergangenheit wurden vom Verschönerungsverein gestiftete Skulpturen und Bronzetafeln wiederholt beschmiert und beschädigt – darunter die Bronzeskulptur „Der Traum“ im Eichendorff-Park sowie die Bronzetafel an der Alten Schule in der Hauptstraße 8.
Wie soll man solches Verhalten nennen? Vandalismus? Respektlosigkeit gegenüber öffentlichem Eigentum und ehrenamtlichem Engagement? Fest steht: Jede dieser Taten verursacht nicht nur Kosten, sondern auch erheblichen Arbeitsaufwand – getragen von Menschen, die sich freiwillig für das Stadtbild und die kulturelle Identität Schwalbachs einsetzen. Der Schwalbacher Verschönerungsverein appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, öffentliche Kunstwerke als Teil des gemeinsamen kulturellen Erbes zu respektieren und zu schützen.
Peter Elzenheimer
Carin Grudda jedoch reagiert gelassen auf Bemalung ihrer Skulptur
Die Künstlerin Carin Grudda nimmt die jüngste Bemalung ihrer Skulptur „Die Große Frau“ mit Humor und Gelassenheit auf. Passend zum Weltfrauentag wurde die Figur im öffentlichen Raum mit rosa Farbe bemalt.
OT.„Weißt Du was – mir gefällt es sogar“, erklärt Grudda augenzwinkernd. „Ich sehe darin einen konstruktiven Bürgerbeitrag zum Weltfrauentag. Ich sage nur: Rosa – herrlich!“ Für die Künstlerin gehört der lebendige Austausch zwischen Kunstwerk, Stadtraum und Öffentlichkeit zum Wesen von Kunst im öffentlichen Raum. Spontane Reaktionen, Kommentare oder Interventionen seien Teil dieses Dialogs.
In diesem Zusammenhang erinnert Grudda auch an den von Joseph Beuys geprägten Gedanken „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Kunst könne Diskussionen auslösen und neue Perspektiven eröffnen – gerade dann, wenn sie mitten im Alltag stattfindet.
Die bemalte Oberfläche der Skulptur werde zu gegebener Zeit wieder gereinigt. „Vielleicht machen wir daraus sogar einen kleinen Kunstevent“, so Grudda. Kunst dürfe schließlich auch mit einem Augenzwinkern betrachtet werden.
Hintergrund: Die Skulptur „Die Große Frau“ ist Teil des öffentlichen Kunstraums und steht für Stärke, Präsenz und Selbstbewusstsein. Werke von Carin Grudda befinden sich in zahlreichen Städten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland.
Schwalbach / Rom, März 2026
Peter Elzenheimer, Galerist/ Carin Grudda


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen